Berichte

now browsing by category

 

Generalversammlung Freitag 29.6. 19:30Uhr

Die diesjährigen Generalversammlung findet am Freitag , den 29.Juni um 19:30 Uhr  im Burgrestaurant statt. Die Tops werden noch bekannt gegeben.

Bergfried ist offiziell wieder begehbar

Durch die Sanierung zum touristischen zum Highlight geworden……
Wer die über 150 Stufen hinauf zum Ausstieg aus dem Bergfried schafft, wird nicht nur mit einer grandiosen Aussicht belohnt sondern folgt auf dem Weg nach oben einer
bemer kenswerten Sanierungsgeschichte. Der Bergfried ist das größte Gebäude der Burg Steinsberg und steht im Zentrum der Burganlageaus der Staferzeit. Achteckiger Grundriss, vier Meter dicke Mauern aus Keupersandstein,sechs Geschosse und rund 30 Meter hoch sind seine Maße. Nach seiner Sanierung ist der Bergfried nun wieder begehbar und Ober bürgermeister Jörg Albrecht zeigte sich beider offiziellen Eröffnung vor Ort stolz auf die gelungene Sanierung und deren Abschluss. Der Gemeinderat hat sie im Oktober 2016 beschlossen. Im Februar des darauffolgenden Jahres wurde sie begonnen.Nun wurde sie früher als ursprünglich geplant im April abge schlossen und die Kosten blieben im Rahmen der Kalkulation. „Durch die Sanierung ist die Burg Steinberg zu einem einzigartigen touristischen Highlight geworden“, betonte OB Alb recht. Er dankte dem Gemeinderat, der Landesregierung und dem Denkmalamt für deren Unterstützung. Von Seiten der Stadt Sinsheim waren Götz Hartmann, Baudezernent Tobias Schutz und Steinmetz Fritz Uhl eingebunden. Sie koordinierten unter anderem die Instand setzung der historischen Buckelquader und die Sicherung der Mörtelfugen. Lockere Steine mussten wieder gefestigt werden. Eine Herausforderung war die Sanierung der den malgeschützten Innentreppe aus Eichenholz, wobei einige Stufen und Teile des Geländers
erhalten werden konnten. Eine neue Innenbeleuchtung weist hell den Weg nach ob und gibt den Blick frei auf die sich selbsttragenden Steindecken und auf in die Wände eingeritzte Inschriften aus früheren Begehungen. Auch Goethe hat sich dort verewigt. Die Zukunftspläne für die Burganlage sind schon geschrieben. Ein besserer Kinderspiel-platzund mehr Ruhebänke sollen zum längeren Verweilen einladen. Albrecht hofft auf vieleBesucher, die unter anderem auch von der begehbaren Ringmauer die Aussicht genießen können und den repräsentativ renovier ten Palas bestaunen können. Die Gastronomie ist auf die Bewirtung von Gästen bestens vorbereitet.
Aktuell hat der Förderverein Burg Steinsberg e.V. einen Kinder-Burgführer her
ausgegeben, der bereits kurz nach Erschei nen reißenden Absatz gefunden hat.
Die Personen auf dem Foto unten sind v.l.n.r.: Siegfried Lörz (Förderverein), Tobias Schutz, OB Jörg Albrecht, Götz Hartmann und Fritz Uhl.
Quelle: SNH Stadtanzeiger  KW 17

Kinder entdecken die Burg Steinsberg

Quelle SNH Stadtanzeiger KW17

Der Förderverein gibt Kinder-Burgführer heraus

Hauptdarsteller der Geschichte sind die Kraichgauer Samira und Moritz – Sie geben eine Führung durch die Burg

Lebensechter geht’s nicht: Kinder können ab sofort die Burg Steinsberg auf ganz besonderem Weg erkunden, nämlich in Form einer Kinderführung – und das im wahrsten Sinn des Wortes: bei einem Rundgang mit Samira, einem Weilerer Mädchen, und Moritz, einem Steinsfurter Bub. Die beiden Drittklässler sind die Helden in „Entdecke die Burg Steinsberg“, einem Kinderführer, der ab heute im Buchhandel, im Bürgerbüro und im Burgrestaurant angeboten wird.

Moritz, so geht die Geschichte, ist neu im Dorf, Samira ist die Tochter des Burgwirts und zeigt ihm alles. Eine spannende und lehrreiche Tour führt durch die Stauferburg und deren reiche tausendjährige Geschichte. Vom Burgtor durch den Zwinger, vorbei am alten Lindenbaum hinauf zur dritten Ringmauer. Mystische Zeichen tauchen auf, verborgene und verwunschene Orte, kuriose Rätsel. 21 Stationen sind es insgesamt. Die Führung, die auch erwachsenes Burgwissen fröhlich auffrischt, endet in 333 Meter Höhe auf dem Burgfried.

Herausgegeben hat den Kinder-Burgführer, der für Kinder ab acht Jahren geeignet ist, der Förderverein der Burg Steinsberg mit Hilfe zahlreicher örtlicher Sponsoren. Und das Redaktionsteam um Heinz Frenz, Marco Banholzer und Wolfgang Stejskal ging dabei in die Vollen bis ins kleinste Detail. Für die Gestaltung wurde mit Lisa-Marie Malek aus Schönbrunn eine freiberufliche Illustratorin beauftragt: Sie steuerte feine Zeichnungen mit viel Gefühl für den mittelalterlichen Kontext bei, die zum Nachdenken anregen – und einen Comic über die Zeit der Bauernkriege. RNZ-Mitarbeiter Siegfried Lörz’ gestochen scharfe Fotos von der Kinder-Tour mit Samira und Moritz ergänzen den stimmigen Eindruck. Und auch ein Maskottchen wurde entworfen, „Ritter Hugo“ – ein kleiner Burgbär und das Weilerer Wappentier. Sogar ein Quiz findet sich in dem Heft: Wer gut aufgepasst hat und zehn Fragen zur Burg Steinsberg beantworten kann, erhält ein Lösungswort, mit dem er sich eine Limonade im Burgrestaurant abholen kann.

Vereinsmitglieder, schildert Heinz Frenz, hätten über die Jahre immer wieder die Idee geäußert, einen Burgführer herauszugeben. Auch Kinder-Burgführer gibt es andernorts. Erstere Idee, sagte Frenz gestern, spreche „hauptsächlich Geschichtsexperten und Kenner der Materie an“. Den Nachwuchs für die Burg zu begeistern, möglicherweise auch dessen Eltern, hielt man für nachhaltiger und zielführender, zumal man ja in einer Gegend lebe, die sich als „Erlebnisregion“ vermarktet. Bei der Raiffeisenbank Kraichgau-Kirchardt, der Sparkasse Kraichgau, beim Technik-Museum und der Heidelberger-Brauerei rannte man offene Tore ein; bei den Buchhandlungen Doll und Bücherland sowieso. Bei Michael Czink, Stadtrat und Werbefachmann, erhielt das Gemeinschaftswerk schließlich den letzten Feinschliff. Selbst die Texte stammen aus eigenen Freundeskreis-Federn.

Und wie denken Samira Bianco und Moritz Wirth, die jungen Protagonisten, über das Projekt? Die Achtjährige hat’s „schon ganz durchgelesen“; Samira fand es „schön, mal eine Hauptrolle zu spielen“. Moritz, neun Jahre alt, gefiel es gut, rund um die Burg zu laufen. Auch für ihn war’s eine spannende Zeit, vor allem auch die Fotoaufnahmen.

„Entdecke die Burg Steinsberg“, ein Kinder-Burgführer in robuster Klammerbindung, erscheint ab heute, Donnerstag, 19. April, in einer Erstauflage von 300 Exemplaren und ist für eine Schutzgebühr von vier Euro bei den Buchhandlungen Doll und Bücherland, Sinsheim, sowie im Bürgerbüro der Stadtverwaltung und im Restaurant der Bürg Steinsberg erhältlich.

Quelle :  RNZ 19.4.2018

 

Stammtisch Freitag 23. März

Der nächste Stammtisch findet schon am Freitag, den 23.März um 20.00 Uhr, im Burgrestaurant statt. Alle Mitglieder, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Bergfried im ‚Neuen Glanz‘

Sinsheim-Weiler. Wer in diesen Tagen in Richtung des Steinsbergs blickt, stellt eine Veränderung fest:  Das Gerüst, dass seit März 2017 den achteckigen Burgturm umhüllt hat, wird abgebaut. „Die Außensanierung des Turms ist zu Ende“, bestätigt Baudezernent Tobias Schutz; deutlich zügiger als gedacht seien die Arbeiten an dem 33 Meter hohen Wahrzeichen vorangekommen.

Dabei trat am Burgeingang eine Besonderheit zutage: Überreste der Vorgängerburg, über deren Aussehen bis heute nicht viel bekannt ist. Der Bau der Burg Steinsberg, wie sie heute aussieht, begann in der Zeit zwischen den Jahren 1180 und 1200. Der Burgturm wurde erst 1220 gebaut, wahrscheinlich innerhalb einer dreijährigen Bauzeit, wie Archäologen sagen. Erstmals von einer Burg auf dem Steinsberg die Rede ist aber schon im Jahr 1109.Und auf Teile dieser ersten Burg sei man jetzt gestoßen, auf sehr profanem Weg. „Wir haben gedacht: Das passt so überhaupt nicht da hin.“ So kennt Tobias Schutz die Anekdote zum Fund der Mauerreste, der mit einem unansehnlichen Pflanzbeet rechts des Burgtors begann, das die Stadtgärtner umgraben sollten. Fürs Auge gibt es auch im Moment noch nichts zu sehen – der Fundort ist mit mehreren Schichten blauer Plane verdeckt. Doch um das, was sich darunter befindet, kümmere sich nun ein Duo von Denkmalschützern, die den Steinsberg seit längerem begleiten. Die „Erste Burg“, so der Arbeitstitel im Rathaus, wolle man mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten sichtbar machen. Als einen weiteren Teil der reichen Geschichte der Stauferburg. In welchem Umfang ist aber noch unklar.

Stattliche 14 Tage nimmt der Gerüstabbau in Anspruch; bis Ende dieser Woche, hofft Tobias Schutz, stehe der Bergfried wieder unverhüllt da. Nächster Arbeitsschritt ist die Sanierung des Sockelmauerwerks, bei der kein Gerüst notwendig ist. Die Mauern am Fuß der Burg müssen hierzu ringsum etwa einen halben Meter tief freigelegt werden.

Weiterer Teil der Sanierung sind Arbeiten im Innenturm: Morsche Eichenbalken an der Wendeltreppe werden von Zimmerern ersetzt, auch diese Konstruktion gilt als kunstvoll. Teilweise sind auch Steinrestaurierungsarbeiten von innen notwendig. Weitere Maßnahmen umfassen Sicherheitsaspekte und Licht. Mit Hilfe einer neuen, besser zum Baustil der Burg passenden Beleuchtung wolle man „den Turm auch von innen erlebbar machen“, schildert Baudezernent Schutz.

Zügig vorangekommen sei man am Steinsberg auch, aber nicht nur wegen des milden Winters: „Eigentlich war die Außensanierung in der Woche vor Weihnachten beendet“, sagt Schutz. Stürme im Dezember, Schnee und noch einmal Sturm im Januar hätten lediglich den Gerüstabbau verzögert: „Zu gefährlich“, sagt er.

Guter Hoffnung ist Schutz, dass es bei der Sanierung der Burg nicht zu unvorhersehbaren Ausgaben kommt. Der „reibungslose Ablauf am Turm“ lasse diesen Schluss zu. Was allerdings nicht heiße, dass das Projekt nicht teuer wäre, so Schutz. Es bleibe „bei dem befürchteten Betrag“ von einer Million Euro.

Hintergrund
Die Burgsanierung, sagen Experten, hört nie auf. Wind und Feuchtigkeit hinterlassen immer Spuren, zumal an einem exponierten, knapp tausendjährigen Bauwerk: In den vergangenen sieben Jahren wurden am Steinsberg das Burgpallas mit dessen Dach instand gesetzt, die Außenmauer begehbar gemacht, ein neuer Parkplatz angelegt, ins Restaurant investiert. Immer wieder kam es dabei zu teuren Überraschungen, etwa als sich Mauerteile durch Frost aufblähten und sich Gesteinsbrocken am Turm lösten. Stadtverwaltung, Gemeinderat und Denkmalschutz wissen um ihre Verantwortung für die Hausburg. Nicht zuletzt soll der Staufersitz einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Entwicklung der Region leisten. Seit 2010 bis zum Ende der Sanierung addieren sich daher Kosten von knapp vier Millionen Euro. Vorläufig, da sich künftige Aufgaben schon abzeichnen; etwa, weil Wurzelwerk umliegender Bäume ins Mauerwerk dringt. Und auch der jüngste Fund der Vorgängerburg sowie der Umgang damit, sind noch nicht abschließend bewertet.
Quelle: RNZ 15.01.2018

Winterwanderung Sonntag 28. Januar

Wir wollen auch dieses Jahr wieder zusammen eine Winterwanderung machen

und dann gemütlich zusammen zum Mittagessen einkehren.

Termin : Sonntag 28. Januar

Treffpunkt : 10:30 Uhr !!  vor der Verwaltungsstelle

Wir wandern dieses mal nach Ittlingen zum Hamberger Hof.

Bitte kurze Rückmeldung an Heinz Tel 8501 bzw. Ursula Tel 12752

damit wir die Anzahl der Teilnehmer an das Restaurant durchgeben können.

Wir essen a‘ la carte, werden aber  schon vorab zum Start der Wanderung unsere

Bestellung durchgeben  ( Speisekarte ist vorhanden )

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit um ca. 12:00 Uhr direkt ins

Restaurant zu kommen.

Blick auf den Bergfried bald wieder frei ?

Die Restaurierung des Bergfrieds macht  große Fortschritte  Der ürsprüngliche Plan war unseren Bergfried noch vor Jahresende  zu 2/3 abzugerüsten, um den Blick zumindest von unten wieder frei zu haben. Leider war das aufgrund der Witterung (Schnee bzw, starker Wind) nicht mehr möglich. Je nach Wetter wird das sobald möglich nachgeholt.

Die Arbeiten im inneren Treppenhaus laufen aber nach Plan. Der Zugang innen wird dann im Febr-März 2018 wieder geöffnet.

Quelle : Stadt Sinsheim

Castel del Monte des Kraichgaus wird zukunftssicher gemacht

Sinsheim. Sie wird mit dem Castel del Monte in Apulien verglichen und gilt wegen des achteckigen Grundrisses ihres Turms als nahezu einzigartig in Deutschland, zumal für eine eher kleine Burganlage. Die Burg Steinsberg, 333 Meter über Normal Null, ist ein Wahrzeichen der Kraichgaulandschaft, einziger echter nicht-technischer und nicht-sportlicher unter den vielen „touristischen Leuchttürmen“, deren Sinsheim sich rühmt. Der Steinsberg, ein erloschener Vulkan, wird sogar „Kompass“ des Kraichgaus genannt, obwohl das Hausgewässer die nahe Elsenz, nicht die ferne Kraich ist. Seit fünf Jahren nimmt die Sinsheimer Stadtverwaltung Millionen in die Hand, um die Burg zukunftssicher zu machen.

Und dieser Blick. Schwarzwald, Schwäbischer und Pfälzer Wald, mit etwas Wohlwollen und guter Sicht sogar die Vogesen tauchen auf, in 29,9 Metern Höhe. Wanderer und Hochzeitsgesellschaften, Mittelalterfreaks und Minigolfer, Liebende, Japaner, Hobby- und echte Historiker finden den Ort reizvoll. 1,2 Millionen Euro hat die Stadtverwaltung in die Stauferburg seit 2013 investiert, das Pallas zum Ort für Kulturveranstaltungen hergerichtet, die Burgmauer begehbar gemacht, ein neues Restaurant etabliert, Küche – und Speisekarte – für rund 500.000 Euro kernsaniert. Auf dem Parkplatz unterhalb der Burg, der ebenfalls neu gepflastert und mit Drainagen versehen wurde, gab es im Sommer Freilichtkino. Und mit Fritz Uhl hat die Stadt einen „Kümmerer“ eingestellt. Der Steinmetz, gebürtig im Örtchen Weiler, wo auch die Burg steht, sieht vor Ort nach dem Rechten.

Denn zwischenzeitlich waren Teile des Ringwalls eingesackt. Strammer Westwind, Nässe, Jahrzehnte und Winterfrost hatten Fugen platzen und den Sandstein verwittern lassen. Schäden würden, wie es heißt, wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten und Jahren auftreten. „Eine unendliche Geschichte“ sei so ein Ort, sagte kürzlich Dr. Claudia Baer-Schneider deren Abteilung im Landesdenkmalamt die Sanierung betreut. Doch offenbar sind sich Stadtverwaltung, Denkmalschützer und Politik einig, dass es sich lohnt. Erst vor kurzem überreichten Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk, früher für die SPD im Bundestag, und Helen Heberer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen symbolischen Förderscheck über 100.000 Euro an Oberbürgermeister Jörg Albrecht. Das Geld stammte aus Mitteln der „Glücksspirale“ und es war naheliegend, dass Sinsheims Oberbürgermeister die Burg mit einem Lottosechser verglich. Insgesamt 238.580 Euro aus Landesmitteln des Denkmalschutzes erhöhen den Förderanteil der Mauerwerkssanierung inzwischen auf rund ein Drittel.

Die Maßnahmen sind aufwendig. Steinspezialisten arbeiten sich Quader für Quader am Turm entlang, der zur Schadensermittlung mit Drohnen beflogen wurde. Ein Gerüst mit Fahrstuhl verhüllt zur Zeit den Bergfried. Die Spezialisten entfernen Fugenmasse, nachdem frühere Sanierer den falschen Mörtel genommen hatten und Regenwasser eindrang. Steine werden mit Mineraliengemischen aufgespritzt oder in Form von Vierungen teilersetzt. Besonderes Glück hierbei: Für Instandsetzungen können die Fachleute auf Sandstein aus den nahen, inzwischen weitestgehend stillgelegten Weilerer Steinbrüchen zurückgreifen. Restmengen der Steine, mit denen schon die staufischen Burgherren bauten, sind noch verfügbar. Die Maßnahme begleiten Gutachter und ein Restaurator. Trotzdem wollte der Sinsheimer Baudezernent im Sommer „schnell fertig werden“ mit der Burg. Schließlich hat die Stadt Sinsheim viel vor. Bis sie im Jahr 2020 Landesheimattageort wird, müssen eine Stadthalle kernsaniert, ein Schwimmbad und ein halbes Innenstadtviertel umgestaltet, am besten noch ein Parkhaus gebaut werden.

Nun sieht es danach aus, als liege man am Steinsberg mehr als nur im Plan. Mitte 2018 war fürs Sanierungsende ursprünglich angepeilt. Nun spreche vieles dafür, dass es zeitig im kommenden Frühjahr passiert. OB Jörg Albrecht bei der Scheckübergabe: „Die Steinmetze bauen demnächst ab.“ Nach einer Winterpause müssten lediglich noch „kleinere Arbeiten erledigt werden.“ Allerdings weiß man das so genau nie: Bei Grabungen an der inneren Ringmauer tauchten jüngst Fundamente auf, über deren Zweck und Ursprung im Moment noch gerätselt wird. Möglicherweise ein nächster Teil der „unendlichen Geschichte“

Quelle :  RNZ 16.11.2017

 

 

100.000 Euro von Glücksspirale und Stiftung

Sinsheim-Weiler. (tk) Großer Zuschuss für die Mauerwerksanierung an der Burg Steinsberg: Einen Scheck über 100.000 Euro überreichten gestern Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin der Staatlichen Lotto Baden-Württemberg und frühere SPD-Bundespolitikerin, und Helen Heberer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an Oberbürgermeister Jörg Albrecht. Der achteckige Bergfried mit seinen bis zu vier Meter dicken Mauern zähle zu den bedeutendsten Burganlagen im Land, sagte auch Dr. Claudia Baer-Schneider vom Landesamt für Denkmalpflege, das die rund 1,2 Millionen Euro teure Sanierung fachlich und finanziell in Form von Landesmitteln betreut. Die Arbeiten am Turm würden voraussichtlich früher als geplant beendet, sagte OB Albrecht bei dem Treffen. Das Rathaus hoffe, „Teile des Turmgerüsts noch im Winter abbauen zu können“.

Öffentlicher Zugang, das Orts- oder Landschaftsbild prägend, getragen von Bürgerengagement, etwa einem Förderverein – drei Förderkriterien, aufgrund derer der Steinsberg in die Auswahl gerückt sei. Das Fördergeld kommt aus Mitteln der Glücksspirale, über die Vergabe entscheidet ein wissenschaftlicher Fachkreis. „Ein ideales Objekt“, nannte ihn Marion Caspers-Merk. Weitere ideale Objekte in jüngster Zeit waren das Heidelberger Karlstor, der Pavillon des Schwetzinger Schlosses oder auch der Altar der Heidelberger Schlosskapelle.

Dass die Stadt Millionen in die Hausburg steckt, sei in Sinsheim „völlig unumstritten“, sagte OB Albrecht. Seit 2010 werden Sanierungsmaßnahmen geplant und realisiert, 2013 und 2014 wurden zunächst der Pallas und dessen Dach instandgesetzt, Wehrgang und Teile der Burgmauer begehbar gestaltet; zuletzt wurde der Parkplatz unterhalb der Burg modernisiert, die Gastronomie kernsaniert. Seit einigen Monaten arbeiten Steinmetze und Steinrestaurierungsexperten mit Akribie am Mauerwerk des Burgturms – von vielen mit dem apulischen „Castel del Monte“ verglichen, ebenfalls einem Relikt der Stauferzeit. „Die Rechnung ist aufgegangen“, findet Jörg Albrecht. Ein Ausflugsziel sei entstanden mit einer breiten Ausstrahlungskraft: Mittelalterfans, Hochzeitsgesellschaften, Liebende, Wanderer, aber eben auch Fachpublikum fühlten sich hier gleichsam wohl.

Für Letztere dürfte ein weiteres Detail interessant sein, das während der Sanierung eher beiläufig auftauchte: An der inneren Außenmauer mussten Leitungsarbeiten erledigt werden. Dabei stießen die Arbeiter auf neues, versetzt zu den sichtbaren Mauerteilen stehendes, tiefer liegendes Mauerwerk. Noch ist völlig unklar, was es damit auf sich hat.

 

Quelle : RNZ 20.10.2017