Kinder-Burgkrimi-Projekt sucht Darsteller

Der Film soll bei den Heimattagen u.a. im Citydome in Sinsheim laufen

Suchen noch Schauspieler aus der Region: Regisseur Marco Banholzer (vorne), Johanna Barth (2.v.li.), Heinz Frenz (li.) und Wolfgang Stejskal (hinten re.). Foto: Tim Kegel

Die Burg Steinsberg ist immer stärker auf dem Weg zur Eventburg: Nachdem im Sommer ein Kinder-Burgführer reißenden Absatz fand, laufen zur Zeit die Arbeiten für einen Kinderfilm an: „Tore, Milo & Lars – Fledermäuse auf Burg Steinsberg“ soll zu den Heimattagen 2020 erscheinen. Der 90-Minüter, nach einem Buch von Marco Banholzer, soll sogar ins Kino kommen. Zur Zeit sucht der Autor gemeinsam mit dem Förderverein der Burg nach Darstellern und Statisten aus Sinsheim.

Ein Gast in der Burgschänke wird von einer Fledermaus gebissen. Daraufhin steht das Lokal vor dem Ruin; um es zu retten, müssen die Fledermäuse verschwinden. Doch Tore, Milo und Lars, drei zwölfjährige Jungs, machen seltsame Entdeckungen: Stecken wirklich harmlose Fledermäuse dahinter – oder doch gefährliche Verbrecher?

Es ist nicht der erste Kinder-Burg-Krimi, den Marco Banholzer geschrieben hat. Und es wird auch nicht der erste Kinder-Burg-Krimi-Film, den er dreht: Schloss Neuburg, die Burg Hornberg, der Blaue Turm zu Bad Wimpfen, aber auch die Margarethenschlucht waren schon Schauplätze seiner Geschichten, nicht alle hat er verfilmt. Banholzer ist Pädagoge, Nachhilfelehrer von Beruf, stammt aus Obrigheim. Burgen zu besuchen und Kurztrips in der Region zu unternehmen, sind seine Hobbys. Oft sind seine beiden Kinder dabei, so werde aus dem selbst Erlebten dann oft Buchstoff.

Zur Steinsberg-Story sei es gekommen, als Banholzers Nachwuchs tatsächlich einige Fledermäuse entdeckte, die im Wehrturm hingen. 2017 brachte der 49-Jährige dann die erste Auflage des Buchs im Eigenverlag heraus. Viele Sinsheimer kennen ihn inzwischen, haben mit ihren eigenen Zöglingen Kinderbuch-Lesungen oder Kinder-Rittermahle auf dem Steinsberg besucht. „Das kam von Anfang an gut an“, sagt Heinz Frenz vom Steinsberg-Förderverein. Banholzer half dann auch bei der Redaktionsarbeit für den beliebten Kinder-Burgführer.

„Das Drehbuch ist fertig“, sagt Marco Banholzer, und auch in Sachen Post-Produktion seien die Kontakte schon geknüpft. Bei der Vertonung hilft ein Profi: Tim Eiermann, Produzent mit Tonstudio in Sinsheim und früher Frontmann der Band „Liquido„, die vielen mit ihrem Hit „Narcotic“ aus den späten 90er-Jahren noch bekannt ist.

An den Kameras stehen Marco Banholzer selbst und ein Freund von ihm. Sie filmen mit Spiegelreflexkameras. Dies sei heutzutage ausreichend. Im Lauf seiner Autorentätigkeit wurde Banholzer zum ambitionierten Filmer, Cutter, Drehbuchschreiber und Regisseur. Zum weiteren Kreis des Produktionsteams zählen auch Heinz Frenz und Wolfgang Stejskal vom Steinsberg-Förderverein, Frenz’ Tochter Anne-Kathrin sowie Johanna Barth, Leiterin der städtischen Tourist-Info. Die Dreharbeiten, die auch in der Sinsheimer Innenstadt ablaufen, sollen – kinder- und familienfreundlich – an Wochenenden zwischen März und August 2019 stattfinden und „vor Beginn der Sommerferien“ abgeschlossen sein.

Nächste Schritte sind die Suche nach Statisten und einigen Darstellern sowie die Akquise von Sponsoren. Weil Idealismus eine große Rolle spiele, lasse sich die Produktion mit einem Budget im mittleren vierstelligen Bereich realisieren.

Von der Besetzung steht bereits ein Teil fest. Unter anderem spielen auch Marco Banholzers Kinder mit. Schauspieler, die noch gesucht werden, seien Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 13 Jahren, zwei junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sowie diverse Erwachsene für Nebenrollen. „Unter anderem brauchen wir einen Taxifahrer“, sagt der Regisseur.

Info: Wer Interesse hat, bei dem Steinsberg-Kinderfilm mitzuspielen, kann sich ab sofort bewerben unter: casting@tore-milo-lars.de

Quelle: RNZ 26.10.2018

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