Wanderung Eichelberg-Tiefenbach vom 22.02.26
Am Sonntag, 22.02.26, fand unsere Wanderung von Eichelberg nach Tiefenbach – und natürlich wieder zurück – statt. Wir trafen uns zunächst vor der alten Verwaltungsstelle in Weiler um gemeinsam zum eigentlichen Treffpunkt, dem Wanderparkplatz vor dem Ortseingang Eichelberg zu fahren.
Dort wurden wir um 10.00 Uhr bereits von unserem „Insider“, nämlich Joachim Zorn, Ortsvorsteher von Eichelberg – und wie sich herausstellte – versierter Geschichtskenner in und um Eichelberg, sowie von dessen Ehefrau erwartet. Leider war uns der Wettergott gelinde gesagt nur bedingt hold, was sich vermutlich auch auf die Zahl der Teilnehmenden sowie auf die Strecke der angedachten Wandertour auswirkte.
Aufgrund des tagelangen Regens, so leider auch am Wandertag, führte uns Joachim Zorn zunächst an Teilen der Weinberge vorbei zur im Jahr 1556 erbauten „Alten Kelter“, die wir sowohl von außen als auch von innen besichtigten. Vor allem die original erhaltene und gewaltige Dachkonstruktion des Gebäudes faszinierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die weinbaulichen Veränderungen haben auch hier dazu geführt, dass das Gebäude größtenteils nur noch zu Lagerungszwecken benutzt wird. Weiter befindet sich schon sehr lange eine Wohnung darin, in welcher nach dem 2. Weltkrieg Heimatvertriebene Zuflucht fanden.
Danach besichtigten wir das ehemalige Rathaus, in dem auch die Ortsverwaltung mit Bürgersaal etc. ihren Sitz hat. Dort machte unser Wanderführer eine Zeitreise von 1000 Jahren mit uns. Wir bekamen Informationen zur Entstehung von Eichelberg und zu dessen Umfeld, u.a. dem Stifterhof, einem ehemaligen Kloster. Beeindruckend war auch das in einem Raum aufgebaute Modell der ehemaligen „Großmotte Wigoldesberg“, welches diese, eine Burganlage, etwa im Jahr 1050 zeigt. Sie befand sich im heutigen Waldgebiet über den Weinbergen von Eichelberg.
Über die erste urkundliche Erwähnung Eichelbergs im Jahr 1161 ließen sich anhand des damaligen Siegels direkte Rückschlüsse auf König Friedrich I, genannt „Barbarossa“, ziehen und somit ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Adelsgeschlecht der Staufer nachgewiesen werden. Letzterem ist auch unserer „Stauferburg“ – Burg Steinsberg – zuzuordnen.
Nach weiteren, u.a. mit dem Genuss von Eichelberger Wein verbundenen Ausführungen, erfolgte die Besichtigung des beachtlichen Gewölbekellers, der sich unterhalb vom ehemaligen Rathaus befindet.
Die weitere Tour führte uns schließlich zur „Besenhex“ nach Tiefenbach, wo sich die insgesamt 14 Teilnehmenden ausführlich am dortigen Buffet laben und stärken konnten. Hierfür erwartete die Mitglieder darüber hinaus eine kleine finanzielle Stärkung durch den Verein.
Zum Rückweg, bei dem erneut Regen einsetzte, waren die Wanderer zu einer kleinen Restgruppe zusammengeschrumpft, was der Stimmung und auch dem Informationsaustausch kein Abbruch tat. Bei zwischenzeitlich strömendem Regen und Wind erfolgte die Besichtigung des Eisenbahnviadukts über den Katzbach. Diese beachtliche, dreibogige Sandsteinbrücke wurde im Jahr 1900 im Auftrag der badischen Lokal Eisenbahn AG für die Bahn- Nebenstrecke Odenheim-Hilsbach eröffnet und im Jahr 1960 stillgelegt. Sie gilt als prägendes Element in der Kulturlandschaft und als charakteristisches Ingenieurbauwerk des späten 19. Jahrhunderts. Das Viadukt kann begangen oder mit dem Fahrrad befahren werden.
Zum Abschluss bedankte sich der Schriftführer im Auftrag vom 1. Vorsitzenden Heinz Frenz, der leider terminlich bedingt vorzeitig zurück musste, bei Joachim Zorn für dessen gewitzt, fundiert, mit Charme sowie teilweise mit Unterstützung seiner Ehefrau vorgetragene Ausführungen. Gleichzeitig erhielt dieser ein kleines Präsent für seine Gattin und sich.
Fazit:
Eine sehr gelungene und lehrreiche Veranstaltung, die trotz der wettermäßig bescheidenen Voraussetzung kaum besser hätte verlaufen können. Weiter bleibt das Angebot unseres „Insiders“ festzuhalten, im Laufe von 2026 das Ganze in ähnlicher Form zu wiederholen, da bei weitem nicht alle Informationen über Eichelberg und seine Geschichte ausgesprochen werden konnten. Einzige Voraussetzung hierfür: BESSERES WETTER…….
gez. Günter Herrmann, Schriftführer
Impressionen





